Stonehenge ist eine Reise wert – mein Erlebnisbericht von 2017

Im Mai 2017 war ich mal wieder für einige Tage mit einer Freundin in London. Neben den vielfältigen Shopping- und Unterhaltungsmöglichkeiten wollte ich natürlich auch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten mal wieder in Augenschein nehmen und Highlights, die ich bisher noch nicht von Südengland gesehen hatte. Dazu gehörte auch Stonehenge. Endlich wollte ich den legendären Ort einmal selbst erleben.

Die Fahrt nach Stonehenge

Meine Freundin und ich entschlossen uns zu einer organisierten Bustour nach Stonehenge in Kombination mit einem Besuch von Bath. Frühmorgens starteten wir ab Busbahnhof Victoria Gates. Der Tourpreis beinhaltete einen kompetenten, fröhlichen Reiseleiter, der die Fahrgäste schon unterwegs auf einige Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten hinwies, die Eintrittsstickets und für jeden einen Audioguide vor Ort.

Ankunft am Besucherzentrum von Stonehenge

Unser Bus hielt vor dem Besucherzentrum. Von dort ging es mit einem Shuttlebus zu dem sagenumwobenen Steinkreis aus grauer Vorzeit. Dort sind archäologische Schätze ausgestellt, die meist Leihgaben des Salisbury und Wiltshire Museums sind. Das sind Schmuck. Keramiken und Werkzeuge, die bis zu der Entstehungszeit von Stonehenge vor 5500 Jahren zurückreichen. Aber auch menschliche Skelettreste sind vorhanden. Besonders beeindruckend ist das Gesicht eines Mannes, der vor 5500 Jahren an diesem Ort weilte. Basierend auf dessen Schädelknochen und forensischer Rekonstruktionen wurde das Gesicht nachgebildet. Des Weiteren beherbergt das Besucherzentrum ein Café, in dem man drinnen und draußen sitzen und sich mit warmen und kalten Getränken und Speisen stärken kann. Natürlich gibt es hier auch einen -Souvenirshop, um ein dauerhaftes, materielles Andenken zu erwerben.

Rundgang durch Stonehenge

Stonehenge ist wirklich ein einmaliges, prähistorisches Monument, das auch in einem außergewöhnlich reichen, archäologischen Areal liegt. 1986 wurde es neben Avebury zu einem Weltkulturerbe Großbritanniens erklärt. Aussehen tut der Steinkreis natürlich schon, wie man es von Fotos her kennt. Aber es ist doch etwas ganz Besonderes, wenn man selbst davorsteht. Natürlich kann man mittlerweile, zum Schutz der Anlage nicht mehr direkt vor den Steinen stehen. Man wird vielmehr durch Abgrenzungen direkt um die Steine herum geführt. Aber dieser Anlage gebührt auch eine entsprechende Distanz, was mich persönlich nur noch mit mehr Ehrfurcht erfüllte. Ich persönlich gebe zwar nicht viel auf esoterische Dinge, aber ich muss zugeben, dass ich eine Gänsehaut beim Anblick der Steine bekam. Wer weiß, vielleicht hat Stonehenge ja doch einiges, von den seit alters her, nachgesagten Kräften. Ob nun die Anlage ein Kalender, ein Heilzentrum, ein Tempel für Sonnenanbeter oder eine Begräbnisstätte war, wird wohl nie restlos geklärt werden und wird wohl immer ein Teil seines Mysteriums bleiben. Da konnte auch unser Audioguide mit Kopfhörern nichts Eindeutiges verkünden. Wenngleich dieser sehr hilfreich und informativ war. Da die einzelnen Stellen mit kleinen Nummerntäfelchen am Boden markiert sind, konnte man sich dazu immer gleich die genaue Beschreibung dazu anhören.

Fazit

Nach etwa 1,5 Stunden starteten wir zu unserem weiteren Tageshighlight nach Bath. Die Frage, ob wir gerne länger geblieben wären, stellte sich nicht, da es ein Zeitfenster für die Besichtigung gibt. Alles in allem, waren meine Freundin und ich von dem Gesehenen tief beeindruckt.